Bildgesteuerte Strahlentherapie

Mit der Entwicklung immer präziserer Bestrahlungsgeräte wurde die Notwendigkeit, den Patienten exakter auf dem Behandlungstisch zu lagern, eine neue Herausforderung. Da die Bestrahlungsgeräte zwischenzeitlich millimetergenau arbeiten, Patienten aber anhand von Hautmarkierungen nur auf 5 bis 10 Millimeter genau gelagert werden können, musste ein Weg gefunden werden, die Lage des Patienten, des Bestrahlungsgebiets und der umliegenden Organe direkt vor Bestrahlung genauer zu bestimmen. 

Wir verfügen in unseren Strahlentherapieinstituten über neueste, hochmoderne Bestrahlungsgeräte, die mit einer integrierten zusätzlichen Bildgebungseinheit - dem sog. Cone beam CT - ausgestattet sind.

Das Prinzip: durch das Cone beam CT werden dem behandelnden Strahlentherapeuten unmittelbar vor der Strahlentherapie erstellte dreidimensional rekronstruierte Computertomographiebilder zur Verügung gestellt , die eine hochauflösende Darstellung der Tumorregion und des zu behandelnden Zielgebietes ermöglichen ( siehe Filmbeitrag unten).

Damit lässt sich dann ein exakter Vergleich mit der  vorher durchgeführten, virtuellen Planung durchführen. Abweichungen werden vom Computer ermittelt und können unmittelbar vor der Bestrahlung  - sozusagen online - korrigiert werden. Dies erfolgt durch eine automatische Ansteuerung des Behandlungstisches, der auf Knopfdruck die errechneten Korrekturen durch millimetergenaue Bewegung ausführt.

Der zusätzliche Zeitaufwand liegt bei wenigen Minuten und ist damit sehr patietenfreundlich.

Die Anwendung dieses neuen Verfahrens ermöglicht neue Behandlungsoptionen durch extrem hohe Lagerungspräzision - Vorraussetzung für eine effektive Tumorbehandlung 

Ein weiterer Effekt:

Durch die deutliche Abnahme der Lagerungsungenauigkeit, die bei der konventionellen Bestrahlung oftmals zusätzlich verwendeten Sicherheitssäume erforderlich machte,  wird weniger umliegendes Normalgewebe mitbestrahlt - und damit besser geschont.